In memoriam

Pater Frido Pflüger SJ

1947–2021

Jesuit, Lehrer, schließlich Landesdirektor des Jesuit Refugee Service in Uganda: Über fünfzehn Jahre seines Lebens galten der Bildung von Mädchen in Adjumani in Norduganda. Im Juni 2021 starb er in Kampala.

Dieser Verein trägt seinen Namen — nicht als Nachruf, sondern als Versprechen. Sieben Freunde aus dem Kolleg St. Blasien, die ihn als Lehrer erlebt haben, führen weiter, was er in Adjumani begonnen hat: Schulplätze für Mädchen, denen Bildung den Weg in ein eigenes Leben öffnet.

Pater Frido Pflüger SJ inmitten junger Menschen bei einer Feier
Pater Frido Pflüger SJ — unter jungen Menschen, für die er sein Leben einsetzte.

Frido im Interview

Hören Sie Frido selbst.

Video: mit freundlicher Genehmigung von Jesuiten weltweit

„Begleitung, nicht nur Hilfe.“

Bildung als Dienst an der Würde des Menschen — das war Fridos Ethos.

Ein Leben im Dienst

Von Albbruck nach Adjumani.

  1. 1947

    Geboren in Albbruck

    Frido Pflüger kommt in Albbruck in Baden-Württemberg zur Welt.

  2. 1966

    Eintritt in den Jesuitenorden

    Mit der Aufnahme bei den Jesuiten beginnt ein Leben im Dienst — geprägt von Bildung und gelebter Nähe zum Menschen.

  3. 1970er

    Studium und Lehrer am Kolleg St. Blasien

    Nach seinen Studien wird Frido Lehrer am Kolleg St. Blasien — dort, wo Jahrzehnte später sieben seiner Schüler sein Werk fortführen werden.

  4. 1980er

    Stellvertretender Schulleiter — und Aufbau in Dresden

    Als stellvertretender Schulleiter am Kolleg St. Blasien prägt er eine ganze Generation. Im selben Jahrzehnt baut er das St.-Benno-Gymnasium in Dresden wieder auf.

  5. 1986/87

    Philippinische Flüchtlingslager

    In den Flüchtlingslagern der Philippinen begegnet Frido erstmals der Aufgabe, die sein weiteres Leben bestimmen wird: Bildung für Menschen auf der Flucht.

  6. 2003–2006

    Erster Einsatz in Adjumani

    In Adjumani in Norduganda baut Frido mit dem Jesuit Refugee Service (JRS) Bildungsprogramme auf — derselbe Ort, dieselbe Aufgabe, der unser Verein bis heute verpflichtet ist.

  7. 2008–2012

    JRS-Regionaldirektor Ostafrika

    Als Regionaldirektor des Jesuit Refugee Service für Ostafrika trägt Frido Verantwortung weit über eine einzelne Schule hinaus.

  8. 2018

    JRS-Landesdirektor Uganda

    Als Country Director des Jesuit Refugee Service in Uganda kehrt Frido in das Land zurück, dem über fünfzehn Jahre seines Wirkens für Mädchenbildung gegolten haben.

  9. 19./20. Juni 2021

    Gestorben in Kampala

    Pater Frido Pflüger SJ stirbt in der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 2021 in Kampala. Was er begann, sollte nicht enden.

Die Linie reißt nicht ab

Was er begann, geht weiter.

Sieben Freunde aus dem Kolleg St. Blasien führen Fridos Werk fort. Es sind dieselben Schulen, dieselben Mädchen, derselbe Partner: der Jesuit Refugee Service.

Was Frido in Adjumani aufgebaut hat, lebt heute in jedem Schuljahr weiter, das wir finanzieren — Stand Schuljahr 2024/25 für 24 Kinder, davon 18 Mädchen, von denen 100 % in der Schule bleiben. Die Begleitung, die er meinte, ist nicht zu Ende; sie hat nur die Hände gewechselt.

Sehen, wie aus 800 € ein Schuljahr wird →

In seinem Namen handeln

Begleitung, nicht nur Hilfe.

Ein Schuljahr kostet 800 €. Ihre Mitgliedschaft macht Fridos Versprechen zur verlässlichen Zukunft eines Mädchens.